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Förderung des (Selbst-) Bewusstseins in der Region
Wo die Verbindung zwischen Natur, Mensch und Kultur verloren zu gehen droht, soll gemeinsam ein harmonischer Zustand erreicht werden.

Wiederentdeckung von Bräuchen und Fertigkeiten
Viele althergebrachte religiöse und volkskulturelle Bräuche sind (fast schon) in Vergessenheit geraten, so mancher handwerkliche Kunstfertigkeit droht das selbe Schicksal. Ihre Wiederbelebung ist uns ein Anliegen.

Geistige Dorferneuerung
Dieses wichtige, von TAURISKA gelebte Ziel sorgte in mehreren Gemeinden der Nationalparkregion für wichtige Impulse. Der angestrebte Vorbildcharakter einer Region ist nur als Ausdruck einer entsprechenden Geisteshaltung verwirklichbar!

Publizistische Aktivitäten und Förderung künstlerischer Talente
Ausstellungen in der TAURISKA-Galerie, Berichterstattungen im weit über die Region hinaus bekannten TAURISKA-Magazin sowie andere vom TAURISKA-Verlag veröffentlichte Publikationen verfolgen das Ziel, künstlerische Aktivitäten und Talente aus Region und Land zu würdigen, zu fördern und bekannt zu machen.

Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit Leopold-Kohr-Akademie
TAURISKA und die ebenfalls im Kammerlanderstall beheimatete LEOPOLD-KOHR-AKADEMIE sehen in der Vermittlung der Vielfalt der Natur- und Kulturlandschaft, aber auch ihrer Bewahrung eine vornehme Aufgabe. Dies bedingt auch die konstruktive Auseinandersetzung mit der gesellschafts-, kultur- und bildungspolitischen Situationen in der Region Nationalpark Hohe Tauern. Im Sinne Kohrs ist dabei die Zusammenführung von Menschen mit traditionsreichen Alltagskultur, Künstlern, Wissenschaftlern und allen anderen Interessierten sowie die Pflege dieser Kontakte ein besonders wichtiges Anliegen.

         letzte Änderung: 23.03.2008 17:04            

Prof. Alfred Winter
Gründer, Ratgeber
und Tauriskas ideensprühender
Begleiter...

Walter Müller über Alfred Winter anlässlich der 20-Jahre-Feier von Tauriska. Auszug aus der Laudatio:

Vor langer Zeit zieht einer übers Land, einer, der WINTER heißt und überall, wo er auftaucht, das Eis zum Tauen bringt, den Schnee und den Harsch. In der Stadt Salzburg hat er einst die Szene der Jugend gegründet, und jetzt hat es ihn in den Pinzgau verschlagen. Alfred Winter, der Frühlingsmensch. Eine imposante Erscheinung, die Künstlerwelle im Haar, und dann noch die fledermausgroße Masche...

Der Flüsterer. Wie es Pferdeflüsterer geben soll, ist er ein Menschenflüsterer; geht unvermutet, aus dem Hinterhalt, auf Menschen zu, raunt ihnen was ins Ohr, bis die von seinen gewisperten Worten Bestäubten auf einmal mit den Köpfen nicken, mit vor Aufregung geröteten Wangen von dannen ziehen und sich unverzüglich ans Werk machen. Der Menschenflüsterer freilich lüpft den imaginären Hut und ist längst wieder unterwegs, während die eben noch nickenden Köpfe bereits dampfen...

Winter, Professore Winter, ist der Floh-ins-Ohr-Setzer. Vom Nationalpark Hohe Tauern raunt er und von der regionalen Identität und von den Kleinodien, die es zu bewahren, den Menschen, die es zu entdecken, den Plänen, die es zu schmieden gelte. Vom harmonischen Miteinander flüstert er, vom Freilegen der Wurzeln, vom menschlichen Maß. Von Bräuchen, die der Vergessenheit entrissen werden müssten, von der geistigen Dorferneuerung, von kleinen Kultur- und Handwerkszentren, die zu schaffen wären. Am Anfang, ganz am Anfang, soll mancher „Gästebetten“ verstanden haben, wenn der mit der Schmetterlingsmasche von Kunst , Handwerk und einem besseren Leben erzählt habe.

Ein anderes Mal ist ein Freund an seiner Seite: der große kleine Philosoph Leopold Kohr. Den hat auch der Professore wiederentdeckt und dem Bewusstsein der Öffentlichkeit zurückgeschenkt - zwei schrullige Wanderer, zwei hochehrenwerte Käuze, zwei unnachahmliche Großmaschenträger, und gemeinsam streifen sie über ausgeaperte Felder, stehen unter apfelschweren Bäumen, bestaunen die mächtigen Gletscherlandschaften, hocken im Dorfwirtshaus und wispern über die Zukunft der Welt, die aus dem Kleinen kommen muss. Niemals aus dem globalen Alles-oder-Nichts. Aus dem Kleinen muss das kommen, aus dem Überschaubaren, aus der Region, von den Menschen dort...


Die ungekürzte Laudatio von Walter Müller finden Sie in der Bibliothek der Leopold Kohr Akademie >
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