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1986 wurde TAURISKA als Verein zur Förderung eigener Kultur- und Regionalentwicklung in der Region Nationalpark Hohe Tauern vom Beauftragten der Salzburger Landesregierung für kulturelle Sonderprojekte, Prof. Alfred Winter, gegründet. Der Name Tauriska entstammt einem keltischen Volksstamm, der vor rund 2000 Jahren an der Südabflachung der Alpen lebte. Heute steht TAURISKA für kulturelle, wirtschaftliche und geistige Erneuerung, wobei von Beginn an eine enge Verknüpfung mit der Nationalparkidee bestand. Dementsprechend ist auch die Erhaltung und Revitalisierung historischer Gebäude ein wichtiges Anliegen.

Sitz von TAURISKA ist der aus dem 18. Jhdt. stammende Kammerlanderstall in Neukirchen am Großvenediger. Der Verein hat ihn im Sinne der Dorferneuerung renoviert und für seine Zielsetzungen adaptiert.

So entstand ein Kultur-, Veranstaltungs-, Handwerks-und Medienzentrum, das weit über seine regionale Bedeutung ausstrahlt. Foto: © kama >

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Prof. Alfred Winter
Gründer, Ratgeber
und Tauriskas ideensprühender
Begleiter...

Walter Müller über Alfred Winter anlässlich der 20-Jahre-Feier von Tauriska. Auszug aus der Laudatio:

Vor langer Zeit zieht einer übers Land, einer, der WINTER heißt und überall, wo er auftaucht, das Eis zum Tauen bringt, den Schnee und den Harsch. In der Stadt Salzburg hat er einst die Szene der Jugend gegründet, und jetzt hat es ihn in den Pinzgau verschlagen. Alfred Winter, der Frühlingsmensch. Eine imposante Erscheinung, die Künstlerwelle im Haar, und dann noch die fledermausgroße Masche...

Der Flüsterer. Wie es Pferdeflüsterer geben soll, ist er ein Menschenflüsterer; geht unvermutet, aus dem Hinterhalt, auf Menschen zu, raunt ihnen was ins Ohr, bis die von seinen gewisperten Worten Bestäubten auf einmal mit den Köpfen nicken, mit vor Aufregung geröteten Wangen von dannen ziehen und sich unverzüglich ans Werk machen. Der Menschenflüsterer freilich lüpft den imaginären Hut und ist längst wieder unterwegs, während die eben noch nickenden Köpfe bereits dampfen...

Winter, Professore Winter, ist der Floh-ins-Ohr-Setzer. Vom Nationalpark Hohe Tauern raunt er und von der regionalen Identität und von den Kleinodien, die es zu bewahren, den Menschen, die es zu entdecken, den Plänen, die es zu schmieden gelte. Vom harmonischen Miteinander flüstert er, vom Freilegen der Wurzeln, vom menschlichen Maß. Von Bräuchen, die der Vergessenheit entrissen werden müssten, von der geistigen Dorferneuerung, von kleinen Kultur- und Handwerkszentren, die zu schaffen wären. Am Anfang, ganz am Anfang, soll mancher „Gästebetten“ verstanden haben, wenn der mit der Schmetterlingsmasche von Kunst , Handwerk und einem besseren Leben erzählt habe.

Ein anderes Mal ist ein Freund an seiner Seite: der große kleine Philosoph Leopold Kohr. Den hat auch der Professore wiederentdeckt und dem Bewusstsein der Öffentlichkeit zurückgeschenkt - zwei schrullige Wanderer, zwei hochehrenwerte Käuze, zwei unnachahmliche Großmaschenträger, und gemeinsam streifen sie über ausgeaperte Felder, stehen unter apfelschweren Bäumen, bestaunen die mächtigen Gletscherlandschaften, hocken im Dorfwirtshaus und wispern über die Zukunft der Welt, die aus dem Kleinen kommen muss. Niemals aus dem globalen Alles-oder-Nichts. Aus dem Kleinen muss das kommen, aus dem Überschaubaren, aus der Region, von den Menschen dort...


Die ungekürzte Laudatio von Walter Müller finden Sie in der Bibliothek der Leopold Kohr Akademie >
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