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1986 - 2011. Besonnen durch bewegte Zeiten
Das Eine will rasend schnell in die Zukunft, das Andere klebt hartnäckig an der Vergangenheit. Wie soll aus beiden ein sichtbares und lebbares Jetzt entstehen? Der Verein „TAURISKA“ macht es seit 25 Jahren vor. TAURISKA entfaltet seine Wirkung aus der Verdichtung von Impulsen aller Art, die aus der Region kommen. Ideen, Projekte, Kooperationen mit regionalwirtschaftlichem, künstlerischem oder sozialem Hintergrund werden unterstützt. Immer dort, wo Öffentlichkeit benötigt wird, ist TAURISKA zur Stelle –berät, schafft Kontakte, organisiert Veranstaltungen, präsentiert.

Nicht wenige, spektakuläre Großveranstaltungen sind das Ziel, sondern ein Trommelfeuer vieler mitreissender Ereignisse, die neben dem Besucherinteresse auch die Lust am Zusammensein, am gemeinsamen Feiern, macht.
So wirkt TAURISKA seit einem Vierteljahrhundert. Unsichtbar unter der Oberfläche, darüber mit einem vielfältigen Veranstaltungsprogramm.

TAURISKA hat treue Verbündete auf allen Ebenen und gewinnt ständig neue dazu – für das gemeinsame Ziel: Die Region kulturell und wirtschaftlich weiter entwickeln!

„Die Bewusstmachung und Anerkennung der TAURISKA-Idee geschah über die Kultur– in Verbindung mit den Thesen des Philosophen und Nationalökonomen Leopold Kohr“. So wurde 1986 der Verein TAURISKA mit der dazugehörigen Leopold Kohr-Akademie mit Sitz im Kammerlanderstall in Neukirchen am Großvenediger gegründet. Die Kohr-Idee lebt zum Großteil in den von Susanna Vötter-Dankl, Christian Vötter, Mag. Günther Nowotny und Prof. Alfred Winter initiierten Projekten und wird von den jeweils an den Aktivitäten beteiligten Mitstreitern getragen.

25 Jahre Tauriska, Fotoimpressionen >

         letzte Änderung: 19.05.2011 09:35            

Prof. Alfred Winter
Gründer, Ratgeber
und Tauriskas ideensprühender
Begleiter...

Walter Müller über Alfred Winter anlässlich der 20-Jahre-Feier von Tauriska. Auszug aus der Laudatio:

Vor langer Zeit zieht einer übers Land, einer, der WINTER heißt und überall, wo er auftaucht, das Eis zum Tauen bringt, den Schnee und den Harsch. In der Stadt Salzburg hat er einst die Szene der Jugend gegründet, und jetzt hat es ihn in den Pinzgau verschlagen. Alfred Winter, der Frühlingsmensch. Eine imposante Erscheinung, die Künstlerwelle im Haar, und dann noch die fledermausgroße Masche...

Der Flüsterer. Wie es Pferdeflüsterer geben soll, ist er ein Menschenflüsterer; geht unvermutet, aus dem Hinterhalt, auf Menschen zu, raunt ihnen was ins Ohr, bis die von seinen gewisperten Worten Bestäubten auf einmal mit den Köpfen nicken, mit vor Aufregung geröteten Wangen von dannen ziehen und sich unverzüglich ans Werk machen. Der Menschenflüsterer freilich lüpft den imaginären Hut und ist längst wieder unterwegs, während die eben noch nickenden Köpfe bereits dampfen...

Winter, Professore Winter, ist der Floh-ins-Ohr-Setzer. Vom Nationalpark Hohe Tauern raunt er und von der regionalen Identität und von den Kleinodien, die es zu bewahren, den Menschen, die es zu entdecken, den Plänen, die es zu schmieden gelte. Vom harmonischen Miteinander flüstert er, vom Freilegen der Wurzeln, vom menschlichen Maß. Von Bräuchen, die der Vergessenheit entrissen werden müssten, von der geistigen Dorferneuerung, von kleinen Kultur- und Handwerkszentren, die zu schaffen wären. Am Anfang, ganz am Anfang, soll mancher „Gästebetten“ verstanden haben, wenn der mit der Schmetterlingsmasche von Kunst , Handwerk und einem besseren Leben erzählt habe.

Ein anderes Mal ist ein Freund an seiner Seite: der große kleine Philosoph Leopold Kohr. Den hat auch der Professore wiederentdeckt und dem Bewusstsein der Öffentlichkeit zurückgeschenkt - zwei schrullige Wanderer, zwei hochehrenwerte Käuze, zwei unnachahmliche Großmaschenträger, und gemeinsam streifen sie über ausgeaperte Felder, stehen unter apfelschweren Bäumen, bestaunen die mächtigen Gletscherlandschaften, hocken im Dorfwirtshaus und wispern über die Zukunft der Welt, die aus dem Kleinen kommen muss. Niemals aus dem globalen Alles-oder-Nichts. Aus dem Kleinen muss das kommen, aus dem Überschaubaren, aus der Region, von den Menschen dort...


Die ungekürzte Laudatio von Walter Müller finden Sie in der Bibliothek der Leopold Kohr Akademie >
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