
TAURISKA-Festival 2011
schöner leben · kultur · genuss
Ehrenschutz: Landeshauptmann-Stv. Dr. Wilfried Haslauer
"Besonnen durch bewegte Zeiten"
Das ist der Leitspruch des TAURISKA-Festivals 2011
Schon das Motto sagt es: Mehr denn je müssen wir mit Umsicht unser Leben gestalten, will die Menschheit auf Dauer überleben. Da ist die Verantwortung jedes einzelnen gefragt, sind Korrekturen in vielen Bereichen nötig. Oder vielmehr „Kohr-Rekturen“? Leopold Kohrs Wertehaltungen ziehen sich auch heuer durchs TAURISKA-Programm. Angefangen mit der Premiere des RAN-Films von Produzent Alfred Ninaus „Leopold Kohr. Small is beautiful – Rückkehr zum menschlichen Maß“ im März im ORF-Landesstudio Salzburg. - Zu Ostern kam der Film über den Salzburger Philosophen dann ins Fernsehen.
Das heurige Festival ist bunt und vielfältig wie immer. Zum Start im Juni stehen unterschiedliche Ausstellungen im Kammerlanderstall im Dreier-Pack im Blickfeld: „Gedanken Landschaften“ des Künstlers Willi Kastberger führen ins Reich imaginärer Zwischenräumen. Räume bestimmen auch die zweite Schau über Leopold Kohrs Thesen. Fünf Säulen symbolisieren seine Hauptwerke und zeigen Auswege aus Überentwicklung, verpfuschter Verkehrs- und Stadtplanung, Unfreiheit. Wie kann man Räume besser nutzen? Das wiederum fragten sich Projektpartner aus Österreich, der Schweiz, Deutschland, Italien und Slowenien. Sie machen Anpassungsstrategien im demografischen Wandel unserer Zeit in Raumplanung und Regionalentwicklung anschaulich.
Wo leben wir gerne? - Architektonische Besonderheiten findet man oftmals in Details: Die Schönheit und Hässlichkeit von Städten und Dörfern thematisieren die bereits traditionellen „Kohr’s Akademisches“.
Mit wem leben wir gerne? – Das könnte sich unsereins vielleicht leise fragen, angesichts geballter Konkurrenz des „Letzten der feurigen Liebhaber“ in Person des Kabarettisten Edi Jäger mit Anita Köchl.
Barrieren abbauen – und Kultur und Geselligkeit genießen
Was einer erlebt, der auszieht die arabische Welt zu erkunden, kann uns Florian Gantner erzählen. Seine Buchpräsentation über Jordanien fällt bewusst in die Zeit des heurigen „Alpine Peace Crossing“. Um Versöhnung geht es bei dieser jährlichen Gedächtnisüberquerung des Krimmler Tauern, die an die Judenflucht nach dem Krieg erinnert. Um kulturelle Verständigung geht es auch im Werk Gantners.
Eine Theologin, die ihre ersten Popsongs präsentiert: Martina Althuber horcht mit dunklem Timbre in ihr Innerstes hinein. Ins Land hinein horcht seit vielen Jahren die Musikgruppe „der berg“. Zum Fest „25 Jahre TAURISKA“ und Leopold Kohr-Akademie im Juli spielt sie auf. Dies zusammen mit der heimischen Musikgruppe „d´Suachandn“. Auch TAURISKA sucht seit einem Viertel Jahrhundert – regionale Schätze - und baut noch Folgende im Festival ein: Die Debanter Passion in Fusch/Gl.Str.; den wöchentlichen Freitagsmarkt im schmucken Samplhaus in Bramberg mit einer Handmäh-Einlage der Staatsmeisterin im Sensenmähen; den Besuch im Dialektschatz im Samerstall, wo wieder begabte MundartdichterInnen in der „Niedernsiller Stund“ plaudern.
TAURISKA brachte heimische Bauern wieder dazu, Flachs anzubauen. Gewebt wurden die Stoffe dann bei Richard Vill in Südtirol. Der exclusive Modedesigner unternimmt im Samplhaus in Bramberg einen kulturgeschichtlichen Streifzug vom Tierfell zum heutigen Kleidungsstück.
Christine Schweinöster
Das ganze Programm als PDF-Datei >