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Der Verein Tauriska und die Salzburger Expertin für diese alte Textilfertigkeit, Monika Thonhauser, hatten bei der UNESCO beantragt, die "Salzburger Klöppelei" auf die Liste für das immaterielle Kulturerbe Österreichs zu setzen.
(Foto: Monika Thonhauser stellt durch ihre praktische und auch wissenschaftliche Kenntnis der Klöppelei eine wichtige Schnittstelle zwischen den Klöpplerinnen in Salzburg aber auch in anderen Ländern dar. Foto: Privat/TAURISKA)

Die textile Kunsthandwerkstechnik der Klöppelei entstand aus der Fransenknüpferei, die sich für den Salzburger Flachgau bereits bis ins frühe 17. Jahrhundert nachweisen lässt. Ähnlich wie diese verwendet die Klöppelei gleichzeitig mehrere Fäden, die auf spindelförmigen meist aus Holz gefertigte Spulen (Klöppel) aufgefädelt, paarweise miteinander verzwirnt, verflochten und verschränkt werden. Neben den aktuellen Mustern anderer europäischer Spitzenzentren entwickelte sich im 18. Jahrhundert eine eigenständige Spitzenart, das „Salzburger Nahtl“. Die Konkurrenz der Maschinenware, Einfuhrsperren nach Österreich und ein allgemeiner wirtschaftlicher Niedergang brachten jedoch im 19. Jahrhundert große Absatzeinbußen und der Wirtschaftszweig der Klöppelei in Salzburg kam zum Erliegen. Lediglich im Henndorfer Raum waren im ausgehenden 19. Jahrhundert noch Klöpplerinnen anzutreffen, die gewerbsmäßig Spitzen herstellten. Im Salzburg Museum wurde in dieser Zeit eine umfangreiche Spitzensammlung errichtet. Erst um 1975 wurde die aufwändige „Salzburger Spitze“ als wichtigtes Beiwerk für die Trachtenmode erfolgreich wiederentdeckt und die inzwischen vergessene Technik der Spitzenherstellung in verschiedensten Kursen von Klöpplerinnen von Neuem erlernt und weitergegeben. Mehrere Trachtenmappen, die in dieser Zeit erschienen, zeigen von diesem neu erwachten Interesse.

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